Geschichte und Philosophie der Ortho-Bionomy

Die Ortho-Bionomy wurde von Dr. Arthur Lincoln Pauls entwickelt. Dr. Pauls wurde 1929 in Kanada geboren, lebte lange Zeit in London und starb 1997 in seiner Wahlheimat Frankreich.

Sein grundlegendes Denkmodell basiert darauf, dass es keine Definition gibt, wie der Mensch optimal beschaffen sein soll, dem Menschen soll wertungsfrei begegnet werden, er muss so akzeptiert werden, wie er ist. Von diesem Punkt aus arbeitet die Ortho-Bionomy.

Dr. Pauls war Judolehrer und Osteopath und entwickelte unter Einbeziehung einiger Positionierungstechniken des Osteopathen Dr. Lawrence Jones — den Pauls im Übrigen auch persönlich kannte — die Ortho-Bionomy.

Nach dem Studium der Osteopathie arbeitete er bevorzugt mit den weichen Positionierungstechniken nach Dr. Jones, die durch eine gezielte Lagerung der Patienten zu einer Auflösung von Gelenkblockaden sowie von muskulären Verspannungen führen.

Durch seine Beschäftigung mit Naturheilverfahren, Meditation und Judo — er leitete in England eine Judoschule — kannte er ferner das in der ostasiatischen Philosophie und Medizin verankerte Konzept einer strukturierten und lenkbaren Körperenergie. Dieses Wissen verband er schließlich mit den oben beschriebenen sanften, manuellen Techniken, die er im Laufe der Zeit immer mehr präzisierte und verfeinerte.

Arthur Lincoln Pauls folgte vorhandenen Körper- und Bewegungsmustern, verstärkte diese wohl dosiert und ermöglichte dem Körper dadurch eine stressfreie (belastungsfreie) Reorganisation.

Dr. Pauls gab der Ortho-Bionomy den Untertitel „Evolvement of the Original Concept“. Übersetzt bedeutet dies: „Entfaltung des ursprünglichen Konzepts (eines Menschen)“. Der Begriff „Konzept“ kann auch als Plan, Prinzip, Absicht interpretiert werden. Für Dr. Pauls war klar, dass der Körper in sich schlüssig ist und bei Störungen nur einer sanften Unterstützung bedarf, um wieder in die richtigen (Bewegungs)Bahnen zu geraten.